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DIE LINKE.Fraktion im Rat der Stadt Schwerte

Spitzenkräfte zum Hungerlohn

Im Veraltungsrat des KuWeBe wird demnächst über eine minimale Erhöhung der Honorare der freien Mitarbeiter in der Musikschule und der Volkshochschule beraten. Wir möchten dies zum Anlass nehmen, die Situation der Fachkräfte in diesen Bildungsinstitutionen näher zu beleuchten.

Diese hochqualifizierten, akademisch gebildeten Lehrkräfte werden als freiberuflich tätige Honorarkräfte beschäftigt. Sie müssen von ihren Einkünften Steuern und Krankenversicherung bezahlen und auch privat für ihr Alter vorsorgen. Viele dieser freien Mitarbeiter leben ausschließlich von dieser Tätigkeit.

 

Während andere Freiberufler, wie z. B. Rechtsanwälte oder Steuerberater mit hohen Honoraren rechnen können, die einen komfortablen Lebensstandard ermöglichen, leben die freiberuflichen Lehrkräfte im Bildungsbereich am Rande des Existenzminimums.

Wie werden die Kräfte in Schwerte bezahlt?

 

Das KuWeBe bezahlt in der Musikschule einen Stundensatz von 20 Euro, der nun auf 22 Euro erhöht werden soll. In der Volkshochschule werden ähnliche Beträge bezahlt. Die Mitarbeiter erhalten das Honorar ausschließlich für geleistete Tätigkeit: Ausfälle wegen Krankheit, Urlaub, Entgelt in den Sommer-, Ostern- oder Weihnachtsferien werden nicht bezahlt. Eine Unterrichtsstunde erfordert aber auch Vor- und Nachbereitung. Das alles zeigt, diese Kollegen und Kolleginnen müssen auch in Schwerte beim KuBeWe für einen Hungerlohn arbeiten.

Bei der Diskussion um die Erhöhung der Honorare sollte jetzt dringend eine deutliche Verbesserung der Situation angestrebt werden. Eine Erhöhung von 2 Euro je Stunde ist absolut unzureichend. Wir schlagen vor, dass in einem Schritt auf 30 Euro gegangen und eine Weiterbezahlung im Krankheitsfall abgesichert wird. Diese Weiterbezahlung im Krankheitsfall ist jetzt schon in vielen anderen Städten üblich.

 

Bildung gibt es nicht zum Nulltarif, auch wenn die Geschäftsführerin des KuBeWe in ihrem Sommerinterview eine "schwarze Null" anstrebt.