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DIE LINKE.NRW

Kinderarmut: LINKE fordert Umverteilung

@yanlev-Fotolia.com

Angesichts der rasant wachsenden Kinderarmut in NRW weist DIE LINKE auf die ebenso rasant wachsenden Vermögen in NRW hin. Es sei nicht einzusehen, dass es soviele arme Kinder in NRW gebe, während sich die Vermögen der Reichen und Superreichen im Land auf etwa das Dreifache des Landeshaushaltes summierten. Die in NRW noch stärker als im Bundesschnitt wachsende Ungleichheit erfordere entschlossenes Umverteilen.

Dass die CDU das Thema Kinderarmut heute mit einer aktuellen Stunde im Landtag auf die Tagesordnung bringt, ist aus Sicht der Linken überfällig, aber als politische Kehrtwende alleine noch nicht überzeugend.

„Ausgerechnet die CDU, die immer Schutzmacht der Reichen war, entdeckt plötzlich das Thema Kinderarmut. Aber der Reichtum der einen war schon immer die Armut der anderen. Es kann nicht angehen, dass durchschnittlich verdienende weiter die Hauptlast des Staates bezahlen. Wir müssen an die Superreichen ran“ erklärt Özlem Alev Demirel, Sprecherin des Landesverbandes DIE LINKE. NRW.

Demirel weist darauf hin, dass 124 der 500 reichsten Deutschen in NRW wohnen. Allein diese verfügten über ein geschätztes Vermögen von 145,1 Milliarden Euro. Insgesamt läge das geschätzte Vermögen allein der Superreichen Menschen in NRW bei 207,8 Milliarden Euro. Damit seien nicht nur arme Kinder, sondern auch Superreiche in NRW im deutschlandweiten Vergleich klar überrepräsentiert.

„Die Vermögensschere geht immer weiter auf – wir müssen sie endlich schließen!“ fordert Demirel. „Wir brauchen eine Umverteilung der Lasten und ein Investitionsprogramm zur Schaffung neuer Arbeitsplätze mit anständigen Löhnen. Nur dann können wir verhindern, dass Kinder zurück gelassen werden.“

Leider werde die Linie der CDU, Reiche zu schonen und Arbeitende zu belasten, aber nicht nur von der Mövenpick-Partei FDP, sondern auch von SPD und Grünen, den Architekten der Agenda 2010, mitgetragen. Solange hier kein grundlegendes Umdenken stattfände, müssten nach Einschätzung der Linken alle Versprechen für sozialpolitische Initiativen Sonntagsreden bleiben.